Spieltag beim amtierenden Meister – Dissen gewinnt!
Am 27. September 2005 fand in Erfurt der erste Spieltag der Kin-Ball-Bundesliga statt. Insgesamt nahmen 13 Mannschaften teil. Erstmals traten dabei die „Landecker Falken“ aus Schenklengsfeld an, das in einer Spielgemeinschaft mit dem TV Roden, was für zusätzliche Spannung sorgte.
Die Organisation durch den ausrichtenden Verein, die Erfurter Lachse, war wie gewohnt erstklassig. Fürs leibliche Wohl wurde am Grill- und Getränkestand gesorgt, eine spaßige Tombola lockte zusätzliche Zuschauer in die Riethsporthalle. Die Erfurter Lachse sind zudem der amtierende deutsche Meister, was dem Turnier noch einmal zusätzlichen Glanz verlieh. Der MDR begleitete den Spieltag zusätzlich medienwirksam.
Die Kin-Ball-Community freute sich sehr, endlich wieder gemeinsam auf dem Spielfeld zu stehen und ihren Lieblingssport ausüben zu dürfen. In der Vorrunde konnte man spannende und actionreiche Spiele sehen. Zum Saisonstart wurde deutlich, dass viele Teams in der Vorbereitungsphase an ihren taktischen und technischen Fähigkeiten gearbeitet haben, was am deutlich höheren Spielniveau in den einzelnen Partien klar erkennbar war.
In der Schlussphase entwickelte sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der TSG Dissen, den Erfurter Lachsen, dem TC Sterkrade und dem Team aus Hannover-Immensen. Im Finale standen letztendlich der TC Sterkrade, die TSG Dissen und die Erfurter Lachse. Immensen konnte jedoch mit einem fantastischen Platz 4 vollkommen zufrieden sein.
Obwohl die Erfurter als Heimteam und Vorrundensieger antraten, konnten sie im Finale nicht an ihre Form anknüpfen und gingen ohne Satzgewinn vom Spielfeld. Die Oberhausener konnten zunächst mit 2:1:0 in Führung gehen, doch die TSG Dissen kämpfte sich zurück und glich zum 2:2:0 aus, wodurch es in die Verlängerung ging. In der Verlängerung zeigten die jungen Dissener jedoch pure Nervenstärke und gewannen mit 5:4. Der Jubel war groß, der Sieg letztendlich hochverdient. Nach dem Finale gab es eine Siegerehrung, bei der das Team ihren ersten Turniersieg der Saison 2025/2026 feiern konnte.
Das nächste Turnier wird in Stuttgart stattfinden, auf das sich die gesamte Community bereits freut.
Spannendes Bundesliga-Turnier: Dissen triumphiert in Stuttgart
Am vergangenen Wochenende fand in Stuttgart das letzte Bundesligaturnier des Jahres 2025 statt. Austragungsort war die neue Sporthalle Waldau, in der der SV Sillenbuch ein hervorragend organisiertes Event auf die Beine stellte. Insgesamt 16 Mannschaften aus ganz Deutschland reisten an, um auf zwei Spielfeldern parallel um wichtige Punkte und den Turniersieg zu kämpfen. 
In 16 Vorrundenspielen wurden die Finalplätze ausgespielt. Zahlreiche Begegnungen boten hochklassige Ballwechsel, spannende Wendungen und taktische Raffinessen. Besonders auffällig: Viele Teams präsentierten sich spielerisch verbessert, zudem standen ungewöhnlich viele junge Spielerinnen und Spieler auf dem Feld, was ein starkes Zeichen für die wachsende Nachwuchsarbeit im deutschen Kin-Ball bedeutet.
Bis zum letzten Spiel wurde hart um die Finaltickets gekämpft. Schließlich qualifizierten sich die Erfurter Lachse, der TSG Dissen und der TC Sterkrade 1869 für das große Tagesfinale. Eine Konstellation, die bereits im letzten Endspiel für Spannung gesorgt hatte.
Vor einer beeindruckenden, lautstarken Kulisse zeigten alle drei Finalteams erneut Kin-Ball auf höchstem Niveau. Angetrieben von ihren Fans lieferten sie sich ein intensives Duell voller taktischer Finessen, spektakulärer Abwehraktionen und präziser Offensivschläge. Jedes Team konnte zunächst einen Satz für sich entscheiden. Dies war die perfekte Grundlage für einen dramatischen letzten Spielabschnitt.
Nach einem langen Turniertag war die körperliche und mentale Belastung deutlich spürbar. Doch der TSG Dissen konnte in der Schlussphase noch einmal die größten Reserven mobilisieren und sich knapp gegen die Erfurter und Oberhausener Konkurrenten durchsetzen. Damit ging ein superspannendes Finale zu Ende, das den Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Das Turnier war erneut eine hervorragende Visitenkarte für den Kin-Ball-Sport in Deutschland. Der SV Sillenbuch bewies mit einer reibungslosen Organisation, viel Engagement und einer tollen Atmosphäre, wie attraktiv und publikumswirksam Kin-Ball präsentiert werden kann.
Nun blickt die Kin-Ball-Community bereits voller Vorfreude auf den Start der Rückrunde.
Diesmal geht es nach München!
Spektakel in München: 3. Bundesliga-Turnier im Kin-Ball begeistert mit Spannung und neuen Talenten
Am letzten Wochenende wurde München zum Schauplatz eines packenden Bundesligaspieltags und das mit maximaler Beteiligung: 16 Mannschaften traten an und sorgten für ein rundum gelungenes Turnier. Die Ausrichtung durch die Münchner Elche ließ dabei keine Wünsche offen. Spielerinnen und Spieler, als auch Zuschauer fühlten sich bestens betreut und konnten hochklassigen Sport genießen.
Von Beginn an war klar: Dieses Turnier würde mitreißend. Viele spektakuläre Ballwechsel, beeindruckende Defensivaktionen und mutige Angriffe prägten das Geschehen. Besonders erfreulich war das Debüt des TSV Bobingen II, einer jungen Mannschaft mit viel Potenzial. Die Nachwuchsspielerinnen und -spieler überzeugten auf Anhieb und sicherten sich einen starken 4. Platz. Das war ein Einstand, der auch die Nationaltrainer aufhorchen ließ.
Für Aufsehen sorgte zudem das Team Stuttgart/München III, das sich im Ranking (Platz 7) sogar vor der eigenen ersten Mannschaft (Platz 8) platzieren konnte. Dies ist als ein klares Zeichen für die Leistungsdichte innerhalb der Spielgemeinschaft zu werten.
Nicht ganz nach Plan lief es hingegen für den Tabellenführer aus Dissen. Mit Rang 5 verpasste das Team überraschend den Finaleinzug und hatte ungewohnte Schwierigkeiten im Turnierverlauf.
Konstanz war dagegen Trumpf bei den Finalisten: Oberhausen I, Bobingen I und die Erfurter Lachse I spielten sich souverän ins Tagesfinale. Dort zeigte sich zunächst die Routine von Oberhausen: Mit ruhigen Spielzügen und viel Erfahrung dominierten sie die ersten beiden Sätze. Doch Erfurt gab sich nicht geschlagen. Angetrieben von ihren Fans kämpften sie sich mit starken Angriffs- und Abwehraktionen zurück ins Spiel und glichen zum 2:2:0 aus. Bobingen hingegen musste sich im Finale mit einer Nebenrolle zufriedengeben, konnte aber mit dem Finaleinzug dennoch sehr zufrieden sein.
Die Entscheidung fiel schließlich in der Verlängerung über fünf Punkte, wo Oberhausen Nervenstärke bewies. Am Ende setzten sie sich durch und feierten ihren ersten Turniersieg nach drei Jahren Leidenszeit.
Ein Turnier der Hauptrunde steht noch aus: Im Mai geht es zum ersten Mal nach Süchteln. Dort wird sich entscheiden, welche Teams sich für das große Finale am Saisonende qualifizieren können. Die Spannung bleibt also hoch.
Spannender Saisonabschluss der Kin-Ball Bundesliga in Viersen
Zum Abschluss der Kin-Ball Bundesliga-Saison trafen sich die besten Teams Deutschlands in Viersen zum letzten regulären Turnier der Saison. Organisiert wurde das Event vom ASV Süchteln, der für hervorragende Bedingungen sorgte. Die Organisation wurde von Spielerinnen, Spielern und Zuschauerinnen und Zuschauern gleichermaßen gelobt. Eine volle Halle, viele begeisterte Fans und eine angenehme Atmosphäre machten das Turnier zu einem echten Highlight der Saison.
Erneut war das maximale Teilnehmerfeld von 16 Mannschaften vertreten. Besonders erfreulich war dabei die Teilnahme des neuen Vereins OSC Osnabrück, der erstmals Bundesliga-Luft schnuppern konnte und damit ein weiteres Zeichen für das Wachstum der Sportart setzt.
Sportlich ging es von Beginn an hoch her. Viele Teams wollten sich in der Abschlusstabelle noch verbessern und kämpften um wichtige Punkte. Vor allem vier Mannschaften hatten vor dem Turnier noch Chancen auf die Qualifikation für das große Saisonfinale im Juli: Die TSG Dissen, der TC Sterkrade, die Erfurter Lachse sowie der TSV Bobingen. Während Dissen, Sterkrade und Erfurt ihre Ausgangslage selbst in der Hand hatten, benötigte der TSV Bobingen nicht nur einen Turniersieg, sondern zusätzlich mehrere Ausrutscher der Konkurrenz.
Die Zuschauer bekamen über den gesamten Turniertag hinweg hochklassigen Kin-Ball-Sport geboten. Spektakuläre Ballwechsel, kreative Spielzüge und neue taktische Varianten zeigten eindrucksvoll, wie sich die Bundesliga in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat. Sowohl auf als auch neben dem Feld war die Begeisterung spürbar, und alle Beteiligten hatten sichtbar großen Spaß am Kin-Ball-Sport.
Für ein Ausrufezeichen sorgte schließlich der TSV Bobingen: Im Finale setzte sich das Team gegen die TSG Dissen und die Erfurter Lachse durch und sicherte sich den Turniersieg in Viersen. Trotz dieser starken Leistung reichte es am Ende jedoch nicht mehr für die Qualifikation zum Saisonfinale.
Damit ist die reguläre Bundesliga-Saison 2025/2026 beendet. Die Liga wächst weiterhin stetig, immer mehr Teams stoßen hinzu und das Niveau steigt kontinuierlich an. Aufgrund dieser positiven Entwicklung wird bereits über eine zukünftige Ligareform nachgedacht, um dem Wachstum des deutschen Kin-Ball-Sports gerecht zu werden.
Bevor es soweit ist, wartet jedoch noch das große Highlight der Saison: Das Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft 2026. Dieses findet am 11. Juli in Sehnde bei Hannover statt, wo die drei stärksten Mannschaften der Saison um den Titel kämpfen werden. Die Fans dürfen sich schon jetzt auf hochklassigen und spannenden Kin-Ball-Sport freuen.
Bilder: Jannis Holleny
Routine schlägt Favoriten – TC Sterkrade ist Deutscher Kin-Ball Meister 2026
Sehnde. Das Finale der Kin-Ball-Bundesliga 2026 im hochmodernen Sportzentrum Sehnde (Niedersachsen) bot alles, was ein großes Endspiel ausmacht: Drei ambitionierte Teams, eine professionelle Live-Übertragung und am Ende einen Meister, den vor dem Turnier kaum jemand auf der Rechnung hatte.
Der TC Sterkrade 1869 aus Oberhausen sicherte sich mit einer souveränen Vorstellung den vierten Deutschen Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Als Hauptrundensieger ging die TSG Dissen als einer der Topfavoriten ins Finale. Ebenfalls hoch gehandelt wurden die Erfurter Lachse, die als amtierender Deutscher Meister nach Sehnde gereist waren. Viele vermeintliche Experten sahen eines dieser beiden Teams am Ende ganz oben auf dem Treppchen. In einer Umfrage vor dem Finaltag trauten sogar die wenigsten dem TC Sterkrade den Titelgewinn zu. Dies war letztendlich eine Fehleinschätzung, wie sich am 11. Juli eindrucksvoll zeigen sollte.
Das Endspiel wurde erstmals in diesem Rahmen professionell von der „Broadcast Factory“ mit mehreren Kameras live gestreamt. Für die fachkundige und unterhaltsame Kommentierung sorgten Gernot Köcher und Magnus Florian, die das Finale für die Zuschauer zu Hause begleiteten.
Anders als in der regulären Bundesliga wurde das Finale nicht über eine festgelegte Anzahl von vier Spielperioden ausgetragen. Stattdessen galt erstmals der Modus „auf vier Gewinnsätze“. Das bedeutet: Eine Mannschaft musste vier Spielperioden für sich entscheiden, um Deutscher Meister zu werden. Die Gesamtzahl der gespielten Sätze war somit nicht vorgegeben. Ein Finale konnte bereits nach vier Spielperioden enden, sich aber ebenso über deutlich mehr Sätze erstrecken.
Die erste Spielperiode gehörte klar den Erfurter Lachsen. Der Titelverteidiger präsentierte sich zunächst in bestechender Form: starke Offensivaktionen, nahezu fehlerfreies Spiel und die gewohnte Spielfreude sorgten für einen verdienten Satzgewinn. Währenddessen wirkten sowohl der TSG Dissen als auch der TC Sterkrade noch nicht richtig im Finale angekommen.
Mit Beginn der zweiten Spielperiode änderte sich das Bild jedoch grundlegend. Vor allem der TC69 steigerte sich deutlich. Die Oberhausener spielten unspektakulär, aber nahezu fehlerlos. Statt spektakulärer Angriffe setzten sie auf einfache, wirkungsvolle Aktionen und zwangen ihre Gegner immer wieder zu Fehlern. Der verdiente Lohn war ein 1:1:0.
Von diesem Moment an kontrollierte der Rekordmeister das Finale. Auch der dritte und vierte Satz gingen an Sterkrade. Während die Oberhausener konsequent ihren Matchplan verfolgten, fand die junge Mannschaft der TSG Dissen nie zu ihrem gewohnt hohen Spieltempo. Viele Angriffe wirkten zu berechenbar, sodass die Defensive der Sterkrader kaum vor größere Probleme gestellt wurde. 
Noch deutlicher fiel der Leistungsabfall beim Titelverteidiger aus Erfurt auf. Die Lachse, eigentlich bekannt für kreative Spielzüge und variable Offensivaktionen, konnten ihre Stärken kaum auf das Spielfeld bringen. Stattdessen häuften sich Kontaktfehler, zahlreiche Bälle landeten im Aus und immer wieder waren Abstimmungsprobleme innerhalb der Mannschaft zu erkennen. Das sonst so flüssige Kombinationsspiel kam praktisch nie zur Entfaltung.
Auch in der fünften Spielperiode bot sich dasselbe Bild. Sowohl Erfurt als auch Dissen waren inzwischen mehr mit den eigenen Fehlern beschäftigt als mit dem eigentlichen Spiel. Hängende Köpfe und sichtbare Niedergeschlagenheit prägten die Schlussphase des Endspiels.
Symptomatisch für den gesamten Finalverlauf war schließlich auch der letzte Punkt der Begegnung: Der TC Sterkrade musste ihn nicht selbst spektakulär herausspielen, sondern profitierte von einem weiteren Fehler der Konkurrenz.
Mit einem überzeugenden 4:1:0 sicherte sich der TC Sterkrade verdient die Deutsche Meisterschaft 2026. Die Oberhausener bewiesen eindrucksvoll, dass Titel nicht immer durch spektakuläre Aktionen gewonnen werden. Entscheidend waren Erfahrung, Disziplin und eine außergewöhnlich geringe Fehlerquote. „Wir haben im Finale alles genau so umgesetzt wie wir es uns vorgenommen haben. Auch nach dem ersten Satz haben wir die Ruhe bewahrt und routiniert weitergespielt“, resümierte TC69-Spieler Dustin Urban, der damit als einziger Spieler der Liga überhaupt auf vier errungene Meisterschaften zurückblicken kann.
Die Erfurter Lachse beenden die Saison als Vizemeister. Für die TSG Dissen bleibt nach einer überragenden Hauptrunde der dritte Platz. Diese Platzierung ist sicherlich weniger, als sich das junge Team nach seiner starken Saison erhofft hatte.
Am Ende setzte sich nicht das athletischste oder taktisch vielfältigste Team durch, sondern die Mannschaft, die ihre Leistung im entscheidenden Moment am konstantesten auf das Spielfeld brachte.
Das Bundesliga-Finale in Sehnde war eine rundum gelungene Premiere. Die moderne Spielstätte, die professionelle Live-Produktion und die sportlich hochklassige Atmosphäre machten deutlich, welches Potenzial im deutschen Kin-Ball steckt.
Im kommenden Jahr werden die Liga und das Endspiel in einem neuen Format ausgetragen. Nach einer Ligareform startet die Saison zunächst in einer Unterteilung in Bundesliga Nord und einer Bundesliga Süd. Die besten Mannschaften beider Staffeln qualifizieren sich anschließend für die gemeinsame Hauptrunde, aus der schließlich erneut die Finalteilnehmer hervorgehen.
Bevor jedoch die nächste Bundesligasaison beginnt, wartet bereits das nächste große Highlight: Im August startet die Kin-Ball-Europameisterschaft in Erfurt. Vor heimischem Publikum trifft die europäische Spitze aufeinander, was beste Voraussetzungen für das nächste große Kin-Ball-Fest bietet.
Fotos: Jannis Holleny
